Was sind Arbeitsgelegenheiten?

Arbeitsgelegenheiten haben das Ziel, LeistungsempfängerInnen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, zur Aufnahme einer regulären Beschäftigung zu befähigen und sie damit wieder an den Arbeitsmarkt heran zu führen . Daneben sollen sie zur sozialen Integration der Teilnehmenden beitragen.

Arbeitsgelegenheiten müssen zusätzlich sein , d.h. sie dürfen nicht in Konkurrenz zu regulären Arbeitsverhältnissen stehen. Das Arbeitsergebnis muss der Allgemeinheit dienen, d.h. im öffentlichen Interesse liegen. Zusätzlich heißt auch, dass die durchzuführenden Arbeiten ohne die Förderung unterblieben oder erst frühestens in zwei Jahren durchgeführt würden.

Die Teilnehmenden erhalten weiterhin das Arbeitslosengeld II und eine Mehraufwandsentschädigung , die nicht auf die Leistung Arbeitslosengeld II angerechnet wird. 

Durch den Bezug von Arbeitslosengeld II besteht weiterhin Versicherungsschutz in der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung. 

Träger der Maßnahmen sind öffentlich-rechtliche, private gemeinnützige und auch sonstige private Institutionen. Die sonstigen privaten Träger müssen jedoch besondere Anforderungen hinsichtlich des öffentlichen Interesses erfüllen, die bei diesen Trägern besonders hoch sind.

Falls für Sie die Teilnahme an einer Arbeitsgelegenheit sinnvoll ist, weisen Sie die ArbeitsvermittlerInnen oder FallmanagerInnen einer geeigneten Arbeitsgelegenheit zu.